Schlagwort-Archiv: § 173 StGB

Aktuelle Berichte von UNS in der Presse

Hier reden wir …

Einige von uns haben sich den zahlreichen Presseanfragen gestellt und es sind bis jetzt folgende Berichte entstanden.

Augsburger Allgemeine – Das sagt eine Betroffene über die Liebe zu ihrem Halbbruder
WAZ – Verbotene Liebe 
Stern – Eine skandalöse Liebe 
Weitere Berichte sind in Arbeit …

Reaktionen der Presse auf die Stellungnahme des Deutschen Ethikrates

Nachdem der Deutsche Ethikrat am 24.09.14 seine Stellungnahme zum § 173 StGB bekannt gab und sich darin die Mehrheit der Ethikrat-Mitglieder bezogen auf den Geschwisterinzest für eine Revision des § 173 StGB aussprach, reagiert die Presse mit einer Vielzahl von Anfragen an die Betroffenen sowie mit eigenen Veröffentlichungen.

Auszug der online veröffentlichten Beiträge:

24.09.14

Augsburger Allgemeine – Soll Sex unter Geschwistern erlaubt werden?
Augsburger Allgemeine – Ethikrat: Geschwisterinzest sollte nicht mehr strafbar sein
Süddeutsche – Ethikrat empfiehlt Abschaffung des Inzest-Verbots
Spiegel Online – Ethikrat zu Inzestverbot: Heikle Familienbande
Diskussions Forum der Süddeutschen – Soll der Staat Sex unter Geschwistern weiterhin verbieten?

25.09.14

Augsburger Allgemeine – Geschwister Inzest erlauben: Heftige Kritik an der Ethikrat-Empfehlung
Süddeutsche – Hitzige Debatte über Vorstoß des Ethikrats
26.09.14
Stern – Interview mit Ethikrat Mitglied Michael Wunder

Neben den aufgeführten Links gibt es zahlreiche weitere Beiträge online zu finden, die als Reaktion auf die Stellungnahme des Deutschen Ethikrates entstanden sind.

Die Medien helfen uns mit ihren Veröffentlichungen das Thema weit zu verbreiten und stoßen dabei hoffentlich einen Denkprozess in der Gesellschaft an. Der Denkprozess ist wichtig und wird einige Zeit in Anspruch nehmen, wenn man neben den juristischen Argumenten auch die verbundenen Emotionen mit in Betracht zieht.

Elisabeth Winkelmeier-Becker zur Stellungnahme des Ethikrates:

Die rechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Elisabeth Winkelmeier-Becker zur Stellungnahme des Ethikrates:

“Die Abschaffung des § 173 StGB, der den Beischlaf unter Verwandten als strafrechtliches Vergehen einordnet, bzw. die Abschaffung der Strafbarkeit des Inzests unter Geschwistern wäre ein falsches Signal. Der Wegfall der Strafandrohung gegenüber inzestuösen Handlungen innerhalb von Familien würde dem Schutz der unbeeinträchtigten Entwicklung von Kindern in ihren Familien zuwider laufen. Die Diskussion darf nicht nur die Fälle erwachsener Verwandter in den Blick nehmen, die außerhalb familiärer Strukturen beiderseits freiwillig und selbstbestimmt zueinander gefunden haben; hier bieten die Ausgestaltung als bloßes Vergehen und die Praxis der Strafverfolgung hinreichende Möglichkeiten zu einem angemessenem Vorgehen. Es geht zuallererst um den Schutz heranwachsender Kinder und Jugendlicher, die in ihrem familiären Umfeld möglichen Übergriffen anderer, in ihrer Persönlichkeit bzw. ihrem Status innerhalb des familiären Gefüges überlegenen Familienmitgliedern nicht mit dem notwendigen Selbstbewusstsein entgegentreten können. Fast immer geht Inzest mit der Abhängigkeit eines Partners und äußerst schwierigen Familienverhältnissen einher.

Wir begrüßen deshalb besonders, dass sich mehrere Mitglied des Deutschen Ethikrates in einem Sondervotum unter anderem auch aus den genannten Gründen gegen eine die Strafbarkeit einschränkende Änderung des § 173 StGB ausgesprochen hat.”

http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Winkelmeier-Becker-Inzestverbot-muss-bleiben-3892455

Man fragt sich, ob die gute Frau die Stellungnahme überhaupt gelesen hat.

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Ethikrat veröffentlicht Stellungnahme zum Inzestverbot

Ethikrat empfiehlt mehrheitlich eine Revision des § 173 StGB zum einvernehmlichen Geschwisterinzest

PRESSEMITTEILUNG 08/2014
Berlin, den 24. September 2014
In seiner heute veröffentlichten Stellungnahme zum Thema Inzestverbot plädiert die Mehrheit der Mitglieder des Deutschen Ethikrates dafür, den einvernehmlichen Beischlaf unter erwachsenen Geschwistern zukünftig nicht mehr unter Strafe zu stellen.

Zum vollständigen Text der Pressemitteilung
Vollständiger Text der Stellungnahme (pdf-Datei)